Über die drei Kompetenzzentren für IT-Sicherheitsforschung

Seit 2011 finanziert das Bundeministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als zentralen Baustein der Digitalen Agenda die drei Kompetenzzentren für IT-Sicherheitsforschung CISPA (Saarbrücken), CRISP (Darmstadt) und KASTEL (Karlsruhe). Damit unterstützt die Bunderegierung die dringend notwendige Erhöhung der Forschungskapazitäten im Bereich Cybersicherheit in Deutschland. Forschung und Entwicklung zur Cybersicherheit und zum Schutz der Privatsphäre stehen angesichts der Geschwindigkeit der allgemeinen Entwicklung in der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) vor großen Herausforderungen. Der Veränderungsprozess der Digitalisierung und der damit verbundenen Vernetzung immer komplexerer Systeme macht diese Notwendigkeit besonders deutlich. Denn gefühlt wird die digitale Welt immer unsicherer. Medien berichten regelmäßig und in immer kürzer werdenden Abständen von Cyberkriminalität, gestohlenen Passwörtern, Beeinflussung von Wahlen etc. Cybersicherheitsforschung muss daher einerseits die Sicherheit der IT-Systeme von morgen behandeln, sich aber in mindestens gleichem Maße um die Sicherheit der bereits vorhandenen Informationstechnologien kümmern.

Die drei Kompetenzzentren haben sich seit 2011 zu international sichtbaren und renommierten Größen entwickelt, deren exzellente Forschung sich mit Einrichtungen von Weltrang messen kann. In Europa bereits unter den führenden Institutionen, tragen die drei Kompetenzzentren mit ihren wichtigen internationalen Kooperationen, sowohl innerhalb Europas als auch außerhalb, zum dringend gebotenen globalen Austausch von Wissen und Talenten und damit zur digitalen Souveränität Deutschlands und Europas bei.

Die drei Kompetenzzentren für IT-Sicherheitsforschung sind:

CISPA, Saarbrücken        

Das „Center for IT-Security, Privacy and Accountability“ (CISPA) ist das Forschungszentrum für IT-Sicherheit in Saarbrücken, das sowohl von der Universität des Saarlandes als auch von den beiden Max-Planck-Instituten für Informatik (MPI-INF) und Softwaresysteme (MPI-SWS), sowie dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) unterstützt wird. Die WissenschaftlerInnen erarbeiten anhand eines ganzheitlichen Ansatzes Lösungen für die Kernprobleme der IT-Sicherheit und des Datenschutzes in der Digitalen Gesellschaft. Die Forschungsschwerpunkte orientieren sich v.a. an den beiden Leuchttürmen „Big Data Privacy“ und „Benutzbare Sicherheit für mobile Systeme“.  Das Zentrum kombiniert eine breite Grundlagenforschung zur Analyse bestehender und Entdeckung neuer Lösungsansätze mit deren systematischer Weiterentwicklung zu einem universellen Werkzeugkasten von praktisch einsetzbaren Sicherheitstechnologien in komplexen Gesamtsystemen. Mehr Informationen und Kontaktdaten erhalten Sie unter www.cispa.saarland/

CRISP, Darmstadt

Im Center for Research in Security and Privacy (CRISP) haben sich die TU Darmstadt mit ihrem Profilbereich CYSEC, die Hochschule Darmstadt sowie die Fraunhofer-Institute für Sichere Informationstechnologie SIT und Graphische Datenverarbeitung IGD zusammengeschlossen. Gemeinsam forschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Kernfragen der Cybersicher­heit in Gesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Im Fokus der Forschungsarbeiten steht das Thema „Security at Large“. Damit verfolgt CRISP eine völlig neue Zielsetzung und markiert eine Neu-Fokussierung der Darmstädter Forschungsarbeit, die den Entwicklungen in den diversen Anwendungsfeldern Rechnung trägt. CRISP wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Mehr Informationen und Kontaktdaten erhalten Sie unter www.crisp-da.de

KASTEL, Karlsruhe

Im „Kompetenzzentrum für angewandte Sicherheitstechnologie“ (KASTEL) haben sich die großen Akteure der akademischen IT-Sicherheitsforschung in Karlsruhe zusammengeschlossen: Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das Fraunhofer IOSB und das FZI Forschungszentrum Informatik. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen sich besonders denjenigen Herausforderungen der IT-Sicherheit, die durch die fortschreitende Vernetzung einzelner, bisher isoliert betriebener Systeme entstehen. Als Leuchttürme dienen die Forschungsfelder „Sicherheit und Privatheit für Stromnetze der Zukunft“ und „Beweisbare Sicherheit für komplexe IT-Systeme“. Die Forschung in KASTEL ist interdisziplinär und anwendungsorientiert und zielt auf die Abkehr von isolierten Teillösungen sowie die Entwicklung eines umfassenden Ansatzes. Mehr Informationen und Kontaktdaten erhalten Sie unter www.kastel.kit.edu/